Das wird im Online Marketing 2018 wichtig | ReachLocal

Das wird im Online Marketing 2018 wichtig

Was wird sich 2018 für Unternehmen im Online Marketing und insbesondere beim Suchmaschinenmarketing ändern? Der Jahreswechsel ist ein idealer Zeitpunkt für Unternehmen SEO, SEA und Co. zu überdenken und, falls noch nicht vorhanden, mit der einen oder anderen Werbemöglichkeit zu starten.1
 
Natürlich steht auch 2018 der Nutzer im Mittelpunkt aller Optimierungen. Für eine gelungene Optimierung der eigenen Marketingmaßnahmen ist es unerlässlich, seine Zielgruppe zu kennen und definieren zu können. Im Idealfall passen Unternehmen ihre Webseite so an, dass diese auf das Suchverhalten der Nutzer zugeschnitten ist, also Informationen bereit stellt, welche die Rezipienten interessieren und nach denen sie suchen. Wichtig ist es dabei herauszufinden, was der User in welcher Phase seiner Customer Journey braucht. Wenn der potenzielle Kunde sich in einem Anzeigentext wiederfindet, klickt er auch darauf. 2  
 
Ein wichtiger Faktor für die Nutzererfahrung ist die Seitenladegeschwindigkeit. Zudem sollten Unternehmen unbedingt darauf achten, dass die Webseite für die mobile Suche optimiert ist. Das ist unerlässlich, um 2018 Googles mobile first-Index zu entsprechen. Inhalte, die mobil nicht korrekt dargestellt werden können, werden in Zukunft kaum mehr eine Rolle im Ranking spielen. 3
 
Die Verwendung von Keywords wird sich 2018 verschieben. Auch hier heißt die Devise: die Bedürfnisse der Zielgruppe zählen. Gerade durch die Zunahme von Sprachsuchen und Home-Assistenten werden die Suchanfragen abstrakter und schwerer vorhersehbar.  Laut Statista haben bereits 28,3 Millionen Deutsche schon mal einen virtuellen Sprachassistenten genutzt.4 Am Beliebtesten scheint dabei Google Now mit 17 Millionen Nutzern.5 Ob die Sprachsuche das digitale Marketing revolutionieren wird ist bei den Experten noch umstritten. Ungefähr drei Viertel der Personen, die bereits aktiv Sprachsuchen nutzen, starten dank der Möglichkeit der Sprachsteuerung deutlich mehr mobile Suchanfragen. 6 Unternehmen sollten das bei der Erstellung von Keyword-Set-ups beachten. Suchende nutzen bei der Sprachsuche weitaus öfter Füllwörter oder Phrasen als bei der stationären Suche.
 
2018 könnte sich der Markt der Suchmaschinenbetreiber weiter aufspalten. Google bleibt natürlich weiterhin unangefochtener Spitzenreiter. Werbetreibende sollten ihr Kampagnenbudget aber nicht nur in AdWords investieren. Weitere Suchmaschinen, wie z.B. Bing gewinnen an Zulauf und sind wesentlich kostengünstiger. Zusätzlich kennen und erreichen diese ihre Zielgruppen vor allem im B2B-Bereich höchst effektiv. Microsoft hat im Office-Softwarebereich einen entscheidenden Vorteil, denn Bing ist als Suchmaschine auf Microsoft Betriebssystemen bereits vorinstalliert. Dadurch verwenden Online-Suchende an diesen Rechnern meist diese Suchmaschine.7 Neben Bing sollte auch Facebook nicht außer Acht gelassen werden. Manchmal kann eine Werbeanzeige auf dem sozialen Netzwerk einen größeren Erfolg haben, als auf den klassischen Suchmaschinen. 8
 
Sogenannte Chatbots werden vor allem im Bereich Customer Service für Unternehmen eine wichtige Rolle spielen. Ein Chatbot ist ein Roboter, der bestimmte Kommunikationsaufgaben z.B. auf der Webseite eines Unternehmens übernimmt.9 Das bedeutet für Firmen, die z.B. einen eigenen Online-Shop haben, dass ein Großteil der Kundenanfragen auf der eigenen Webseite automatisiert abgearbeitet werden kann.  10
 
Ein wichtiger Faktor im Online Marketing 2018 bleibt guter Content. Aufgrund des massiv angestiegenen Wettbewerbs reicht eine reine SEA-Strategie schon lange nicht mehr aus. Um langfristig auf den Suchergebnisseiten (SERPs) von Google & Co. prominent platziert zu sein, müssen Unternehmen mit eigener Webseite sich stets um aktuellen, relevanten und vielfältigen Content bemühen. Wenn Sie sich unsicher sind, was das für Ihr Unternehmen bedeutet, bietet es sich an, einfach mal ein paar Seiten mit einem ähnlichen Angebot zu vergleichen. Wenn für eine handvoll Keywords die immer gleichen Seiten prominent platziert sind, lässt das auf sehr gut bewerteten Content schließen. Als Unternehmen sollte man also nicht daran sparen gute Texte, hochwertige Fotos und Videos auf der eigenen Webseite zu veröffentlichen. Besonders Videos sind aufgrund ihrer Authentizität besonders beliebt, um sich schnell und umfassend über ein Unternehmen zu informieren. 40 % der Nutzer sehen sich lieber ein Video über ein Unternehmen an, als einen Text zu lesen. 11
 
Um Interessenten sicher zu Kunden zu machen oder die einmal gewonnenen Kunden zu binden, setzen Unternehmen zunehmend auf individualisierte Inhalte von (Direkt)marketing-Maßnahmen. Damit sind selbstverständlich schon lange keine personenbezogenen Mailings mehr gemeint, sondern eine individualisierte Auswahl von Produkten oder Angeboten, die nach bestimmten Kriterien für eine bestimmte Person generiert sind. Unternehmen sammeln schon immer gerne jede Information, die sie über (potenzielle) Kunden in Erfahrung bringen können und speisen sie in ihr Customer Relationship Managementsystem ein. Über Marketing-Automation-Plattformen können diese Informationen entsprechend ausgewertet werden, um sie dann in Inhalte zu überführen, die genau auf die Vorlieben der Zielperson zugeschnitten sind. Für den Werbetreibenden erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass seine Botschaft wahrgenommen wird, für die Zielperson wird es bequemer, Zugang zu vermeintlich relevanten Informationen zu erhalten.
 
Marketing-Automation und viele weitere Trends der digitalen Welt basieren auf dem Sammeln und Auswerten von aggregierten Daten aus verschiedenen Quellen. Personalisiertes Marketing, dass auf Kundenverhalten und Kundenhistorie basiert, Apps und Smartwatches, die anhand von erhobenen Daten neue Daten produziert, finden zahlreiche Fans und Anhänger, stoßen aber gleichermaßen auf Ängste und Vorbehalte. Für viele Menschen ist es gar nicht mehr nachvollziehbar, welche Gadgets welche Daten erheben, wer damit Zugriff auf die eigenen Daten hat und wieviele persönliche Informationen zusammengefasst an einem Ort gespeichert sind. Um die EU-Bürger in die Lage zu versetzen, den Umgang mit ihren personenbezogenen Daten besser durchschauen und damit kontrollieren zu können, tritt am 25. Mai 2018 die Datenschutz-Grundverordnung in allen EU-Mitgliedstaaten in Kraft. Sie regelt wann und unter welchen Voraussetzungen personenbezogene Daten erhoben werden dürfen und erlegt den dafür verantwortlichen Stellen strenge Pflichten auf, wie etwa Fairness und Transparenz, sowie die Zweckgebundenheit jeder Datenerhebung und -verarbeitung. Die Notwendigkeit und strenge Anforderungen an eine ausdrückliche Einwilligung in eine Datenerhebung, das barrierefreie Zurückziehen einer solchen Einwilligung und auch die Löschung der eigenen Daten bei einer verantwortlichen Stelle geben Bürgern und Konsumenten die Werkzeuge an die Hand, um informiert entscheiden zu können, welche Daten sie wem wann und zu welchem Zweck bereitstellen und das in eigenem Ermessen auch wieder rückgängig zu machen. Deshalb wird der Schutz der personenbezogenen Daten im B2B als auch im B2C Marketing zu einem entscheidenden Verkaufsargument. Unternehmen, die sorgsam und transparent mit den personenbezogenen Daten ihrer Kunden und Partner umgehen, werden damit auch Wettbewerbsvorteile generieren können.    
 
Quellen:
 
 
Hidden: