Social Media Marketing Trends 2018 | ReachLocal

Social Media Marketing Trends 2018

Auch im Jahr 2018 kommt keiner an den etablierten sozialen Netzwerken vorbei. Laut einer Forsa-Erhebung informieren sich die Befragten in Deutschland im Durchschnitt täglich 2,4 Minuten aktiv in sozialen Netzwerken über Marken bzw. Produkte. 1 Es lohnt sich also für Unternehmen über Werbung auf Facebook & Co. auf sich aufmerksam zu machen.
 
Welche Themen sind dabei 2018 besonders relevant?
 
Sinkende Bedeutung der organischen Reichweite
 
Die Bedeutung der organischen Reichweite in sozialen Netzwerken, insbesondere bei Facebook, scheint weiter abzunehmen. Bei der Flut von Posts jeden Tag und jede Stunde, gehen Experten davon aus, dass die Plattformen sich darauf einstellen, dass man bezahlt, um gesehen zu werden.2 Unternehmen sollten auf langfristige und nachhaltige Strategien setzen, die sowohl aus der fortwährenden Entwicklung von bedeutendem Content bestehen, als auch mit bezahlten Anzeigen arbeiten. So bleiben sie unabhängig von der organischen Platzierung z.B. im Facebook News Feed. 3
 
Social Videos immer wichtiger 
 
Die beliebteste Form von Content in sozialen Medien ist das Video. 2017 waren 90 Prozent aller geteilten Inhalte in sozialen Netzwerken Videos.4 Dabei ist die größte Herausforderung, wie bei allen anderen Werbemaßnahmen auch, in einer Konkurrenzsituation die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erhalten. Auch hier gilt: Qualität in Bild und Idee zahlen sich aus. Insbesondere Live-Videos werden 2018 gefragter, denn sie machen Marken und Produkte für das Publikum erlebbar. Außerdem entscheidet sich der Zuschauer beim sogenannten Live-Streaming bewusst dazu, das Video anzusehen. Dadurch ist sich der Produzent seiner Aufmerksamkeit sicher.5
 
Mobile Werbung auf sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook    
 
Fast 80% der Zeit in sozialen Netzwerken wird auf Mobilgeräten verbracht.6 Facebook war in der Vergangenheit das soziale Netzwerk mit den meisten Werbeeinnahmen aus Social Media Anzeigen, ein Großteil davon kam von mobilen Anzeigen.7 Immer mehr Unternehmen produzieren Inhalte für Mobilgeräte und die Plattformen werden ihr Angebot in Zukunft für mobile Werbemöglichkeiten verbessern. So z.B. auch Facebook. Das soziale Netzwerk möchte mehr Möglichkeiten zur Verknüpfung von Online-Werbung mit Offline-Käufen einführen oder auch die Analysefunktionen bei Werbekampagnen verbessern. Facebook will z.B. die Beacons überarbeiten und QR-Codes künftig häufiger nutzen. Der Facebook Messenger unterstützt bereits die Erkennung von QR-Codes. Bei Instagram sind die sogenannten “shoppable” Posts interessant für Unternehmen, hier können Werbetreibende zum Beispiel auf ihre Webseite verlinken.8 Außerdem gibt es für Unternehmen seit Oktober letzten Jahres die Möglichkeit Unternehmensseiten Stories zu erstellen. Für Werbetreibende gibt es also ein weiteres Werkzeug, um aus der breiten Masse zu stechen. 9
 
Influencer Marketing vs. Advocacy Marketing
 
Influencer Marketing und Advocacy Marketing sind inzwischen fest etabliert.  Über die Influencer versuchen Unternehmen (bezahlt) den Multiplikator-Effekt der Meinungsführer zu nutzen. Die Influencer lassen sich zielgruppenspezifisch identifizieren und einkaufen. Wenn man sie sich leisten will, denn die Influencer kennen ihren Marktwert und stellen immer höhere Honorarforderungen.  Im Advocacy Marketing helfen Mitarbeiter, Partner und Kunden als Fürsprecher die eigene Marke und das eigene Unternehmen zu transportieren. In Form von Testimonials und Bewertungen ist diese Art der Markenkommunikation schon immer in das Marketing mit eingeflossen. Kaum jemand kann Markenattribute glaubwürdiger transportieren als die eigenen Mitarbeiter oder Kunden, die öffentlich positiv über das Unternehmen sprechen.10 Im eigenen Umfeld innerhalb der sozialen Netzwerke wird diese Eigenschaft häufig noch verstärkt. Wenn keine Belohnung für denjenigen, der sich positiv äußert, erkennbar ist, hat die Bewertung für die Bezugsgruppe häufig eine noch höhere Aussagekraft. Sie kann bei der Entscheidung für oder gegen ein Produkt/ eine Dienstleistung und auch bei der eigenen Bewertung einer Marke die entscheidende Rolle spielen. Diese Art des Marketings ist kostengünstig und stärkt die Beziehungen zu Mitarbeitern, Partnern und Kunden. Gegenüber dem Influencer Marketing ist die Reichweite aber beschränkter, denn die Zielgruppe kann nicht in gleichem Maße entsprechend der eigenen Marketingziele genau passend ausgewählt werden. Trotzdem gehen Experten davon aus, dass immer mehr Unternehmen das Potential der eigenen Mitarbeiter, Partner und Kunden als Markenbotschafter erkennen und ihre Beziehungen zu diesen Stakeholdern entsprechend aufbauen und pflegen werden.11 Es ist davon auszugehen, dass Advocacy Marketing ein fester Bestandteil jeder Marketingstrategie wird, mit den entsprechenden Benefits für beide Seiten. 
 
Quellen:
 
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